Im Herbst 1799 vollbrachte der russische Generalfeldmarschall Alexander Suworow mit seiner Armee eine außergewöhnliche militärische Leistung: In nur 21 Tagen legte seine Truppe rund 370 Kilometer und 7’100 Höhenmeter über vier Schweizer Alpenpässe zurück.
Was als Einsatz für die Verbündeten gegen die napoleonischen Truppen geplant war, wandelte sich nach der Niederlage der Koalitionskräfte bei Zürich in einem dramatischen Rückzugskampf durch Eis, Schnee und unwegsames Gelände. Von den ursprünglich 21’000 Soldaten erreichten nur 15’000 entkräftet das Ziel.
Das Suworow Museum in Schwanden widmet sich der detaillierten und sachlichen Aufarbeitung dieses historischen Ereignisses. Entstanden aus der Leidenschaft des Gründers Walter Gähler, der einst mithilfe eines Metalldetektors erste Originalfunde wie Kanonenkugeln freilegte, präsentiert die Ausstellung heute eine vielseitige Sammlung aus historischen Artefakten, Uniformen, Dokumenten und Schlachtgemälden.
Neben dem reinen Kriegsgeschehen belichtet das Museum auch die langfristigen Folgen für die Schweiz. Die Sympathien, die am russischen Hof für die Schweizer Bevölkerung entstanden, spielten eine wichtige Rolle auf dem Wiener Kongress 1815 bei der diplomatischen Bestätigung der Schweizer Neutralität. Heute versteht sich die Ausstellung vor allem als Ort des Gedenkendes an die Opfer und als Mahnmal für den Frieden.
Im Gebäude der Post Schwanden (Zugang über die Garageneinfahrt)
Öffnungszeiten:
Freitag: 11:00 – 17:00 Uhr
Samstag: 11:00 – 17:00 Uhr
Sonntag: 13:00 – 17:00 Uhr
(Sowie nach Vereinbarung unter Tel. 079 924 40 69)
Website: www.1799.ch